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Tag der Archive

Blick hinter die Kulissen

Allgemein

Mittwoch - 03. März 2010 - 17:41

Die Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen beteiligt sich am „Tag der Archive“, der auf Initiative des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare e. V. bereits zum fünften Mal stattfindet (www.tagderarchive.de). An zwei Tagen, dem 6. und 7. März, bietet das Museum für Film und Fernsehen die seltene Gelegenheit, die zentralen Archive im Filmhaus am Potsdamer Platz und die Außenstelle der Sammlungen in Moabit zu besuchen, um dort verborgene Schätze der Film- und Fernsehgeschichte zu entdecken.

Am Samstag, den 6. März, bekommen die Besucher Einblick in die 1.400 qm große Außenstelle der Sammlungen in Moabit. Dort befinden sich im *Archiv für Kostüm-Design* Entwürfe für Zarah Leander oder Liza Minelli, das Spektrum der Architekturskizzen reicht von Fritz Langs NIBELUNGEN (1924) bis zu Tom Tykwers THE INTERNATIONAL (2009). Im *Plakatarchiv* liegt das KING-KONG-Plakat (1933) neben dem Original zum BLAUEN ENGEL (1930). Allein 3.000 Objekte im *Textilarchiv* stammen aus dem Nachlass Marlene Dietrichs, aber hier werden auch Kostüme von Hildegard Knef oder aus Wim-Wenders-Filmen bewahrt. Im *Filmtechnik-Archiv* lagern Kameras, Projektoren und Zubehör von der Pionierzeit des Kinos bis heute.
Stündlich von 12 bis 15 Uhr führen die Archivare durch die Sammlungen.

Am darauf folgenden Tag, dem 7. März, öffnen die Archive im Filmhaus am Potsdamer Platz ihre Türen. Im *Nachlassarchiv *lagern beispielsweise die Noten zur Musik der ersten Filmvorführung im Wintergarten Varieté oder der Reisepass von Fritz Lang aus dem Jahr 1933, im *Schriftgutarchiv* Programmhefte, Zensurunterlagen, Tondokumente und rund 30.000 Drehbücher. Das *Fotoarchiv* beherbergt Szenen-, Porträt- und Werkfotos zu 34.000 Filmen. Die *Marlene Dietrich Collection Berlin* verwaltet hier rund 16.000 Fotos und über 300.000 Dokumente, darunter Briefwechsel mit E. M. Remarque, Jean Gabin oder Orson Welles. Zum Abschluss haben die Besucher im Filmarchiv die Möglichkeit, Details über die Sicherung und Restaurierung zu erfahren und Beispiele geretteter Filme zu sehen. Die kostenfreien Führungen starten ab 12 Uhr stündlich bis 16 Uhr.

Seit dem 5. Dezember des letzten Jahres läuft Romy Schneider. Wien – Berlin – Paris und endet am 30. Mai:
Die Ausstellung „Romy Schneider. Wien – Berlin – Paris“ dokumentiert die wechselhafte Karriere Romy Schneiders, die Ende der 1950er Jahre nicht mehr „Sissi“ sein wollte und in den 1970er Jahren als Star des französischen Kinos gefeiert wurde. Die Hommage, die auf einer Ausstellungsfläche von 450 qm im Filmhaus zu sehen sein wird, thematisiert ebenso die Rollen- und Imagewechsel der Schauspielerin wie ihre Darstellung in den Medien. Bilder aus Film, Presse und Privatleben werden nach wiederkehrenden Motiven gruppiert und mit Filmausschnitten kombiniert. Medieninstallationen zeigen das Wechselspiel zwischen Projektion und aktiver Selbstinszenierung. Ergänzend werden Plakate, Kostüme, Korrespondenzen und Fanartikel präsentiert. Zahlreiche Fotos von Romy Schneider, ihren Filmpartnern und ihrer Familie aus den 1950er und 1960er Jahren, bisher weitgehend unbekannt, stammen aus den Sammlungen der Deutschen Kinemathek. Zusätzlich werden Leihgaben von anderen Institutionen und Privatpersonen zu sehen sein, etwa von den Fotografen F. C. Gundlach und Robert Lebeck sowie aus dem persönlichen Archiv des Filmregisseurs Claude Sautet.

Quelle: Filmmuseum Berlin

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